Katholische Kirchengemeinde Pinneberg
Ein einschneidender Umbau der St.-Michael-Kirche steht an. Aus diesem Grund wollen wir die jetzige Gestalt der Kirche in Wort und Bild dokumentieren.
Der Besuch, den wir mit Ihnen unternehmen, beginnt – nach den Glocken, die uns auch zum Gottesdienst einladen – außen, denn von dort nähern sich auch alle Besucher unseres Gotteshauses. Im Innern folgt der Besuchsweg nicht architektonischen Mustern, etwa immer links herum oder ähnlich, sondern beginnt mit den wichtigen Teilen der Kirche – Altar, Taufe, Allerheiligstes, Gottes Wort – um sich dann den weniger bedeutenden Einrichtungsgegenständen zuzuwenden.
Der Besuch in St. Michael ist nach diesem Prinzip in folgende
Abschnitte gegliedert:
Ursprünglich gab es Gottesdienstglocken nur in Klöstern. Mit ihnen wurden die Mönche zu den gemeinsamen Gebetszeiten aus den Feldern, Gärten und Werkstätten zusammengerufen. Im Hochmittelalter begannen auch einzelne Pfarrgemeinden, mit Glocken zum Gebet oder zum Gottesdienst zu rufen. Darüber hinaus dienten die späteren mehrglockigen Geläute mit ihren üblicherweise aus Bronze gegossenen Glocken auch zum Zeitsignal für Dorf und Stadt, wenn man die Kirchturmuhr nicht sehen konnte.
Glockengeläut kündigt Verschiedenes an: Es erinnert an den Beginn des Gottesdienstes. Außerdem ertönen die Glocken bei wichtigen Lebensstationen: Taufe, Hochzeit, Tod. Und wenn der Friedhof direkt an der Kirche liegt oder selbst eine eigene Glocke hat, erklingt das Geläut den ganzen Weg des Sarges bis zur Grabstelle. Sie läuten auch dann, wenn ein neues Jahr zu begrüßen ist oder wenn die Menschen gewarnt werden müssen – zum Beispiel vor Sturmfluten wie im Februar 1962, als die Hamburger Kirchenglocken die Menschen alarmierten. Auch bei besonderen Anlässen rufen die Glocken: Wenn Frieden geschlossen wurde. Und die Berliner erinnern sich gewiss noch des Läutens, als die Mauer überwunden wurde.
Bei uns im Bistum gibt es eine ganze Reihe von Glocken, die nicht von hier stammen, sondern im 2. Weltkrieg eingesammelt und im Hamburger Hafen gelagert wurden, um zu Kanonen für das unselige Morden zu werden. Als Deutschland nach dem Kriegsende geteilt war, wurden nicht alle Glocken in die Ursprungskirchen zurückgebracht, sondern fanden in den neu gegründeten Pfarreien einen Glockenstuhl, um die Gläubigen hier zu Gebet und Gottesdienst zu rufen.
Die ersten Glocken von St. Michael wurden 1907 von der Familie des Baumeisters unserer Kirche, Strupp, gestiftet und in der Glockemgießerei Petit & Gebr. Edelbrock in Gescher/Westfalen hergestellt. 1918 musste die größere Marienglocke zum Einschmelzen an das Kriegsamt abgegeben werden. Am 30. September 1956 wurde, ebenfalls von Familie Strupp gestiftet, ihre Nachfolgerin wieder der heiligen Maria geweiht.
Die Kirche ist ein schlichter Backsteinbau mit
einer detailreich gestalteten Straßenseite. Im Zuge der
Renovierung 1986 wurden die ausgewaschenen Mörtelfugen neu
verputzt, damit der Bau auch äußerlich wieder
ansehnlich
wurde. Stellt man sich an eine der Kirchenecken und schaut
entlang
der Längswand nach oben, sieht man deutliche Ausbeulungen der
Kirchenmauern. Beim Kirchbau war 1906 ein Dachstuhl errichtet worden,
der die Last des nach außen schiebenden Daches nicht
dauerhaft
tragen konnte. Im Laufe der nächsten zwanzig Jahre hatte die
Dachlast die Mauern nach außen gedrückt. In den
1920er
Jahren soll die Kirche deshalb auch schon einmal wegen
Baufälligkeit gesperrt gewesen sein, nach
Stabilisierungsarbeiten
konnte sie aber wieder in Betrieb genommen
werden. Als 1986 ein komplett neuer
Dachstuhl errichtet wurde, konnte man die über Jahrzehnte
entstandene Ausbuchtung der Seitenwände nicht
rückgängig
machen, sondern musste den neuen Dachstuhl der ausgebeulten Form
anpassen.
Der hundert Jahre alte Kirchbau im neugotischen Stil hatte im Inneren
die traditionelle Ausrichtung aller Kirchen, die vor dem II. Vaticanum
gebaut wurden: Vorne zelebrierte der Priester den Gottesdienst, die
Gemeinde war wie in einem Bus hinter dem Priester ausgerichtet, von dem
sie während der gottesdienstlichen Feier durchweg den
Rücken
sah. Hinten gibt es einen erhöhten Orgelboden, darunter ist
ein
Beichtstuhl.
Zum Altar Gottes will ich treten (Ps 43,4)
Der Altar hatte zwar schon vor dem 2. Vatikanischen Konzil
theologisch seinen doppelten Charakter als Opferstein für die
unblutige Vergegenwärtigung des Opfers Christi und als Tisch
für das eucharistische Mahl; der zweite Aspekt hatte in der
Praxis
allerdings keine Bedeutung. Der Altar stand auch in St. Michael vorne
direkt an der Wand und war durch Verzierungen und Heiligenfiguren
ausgeschmückt.
Die Liturgiereform des 2. Vatikanischen Konzils, in Pinneberg schon 1965
umgesetzt, brachte neben einigen anderen Aspekten zwei augen- und
ohrenfällige Veränderungen mit sich: Die Hauptsprache
des
Gottesdienstes wurde die Landessprache, so dass auch Christen ohne
Lateinkenntnisse alle Gebete der Eucharistiefeier verstehen und
mitbeten konnten; und die Gewichtung der beiden Aspekte des Altars
– Opfer und Mahl – veränderte sich: Der
Altar von
1957, damals mit einer mehr als eine Tonne wiegenden Altarplatte,
rückte von der vorderen
Wand weg einige Meter zum Kirchenschiff hin, der Priester trat bei der
Messfeier hinter den Altar, so dass dieser jetzt mehr zum Tisch wurde,
um den Priester und Gemeinde versammelt waren. Vorher war die doppelte
Funktion des Altares getrennt erlebbar: auf der steinernen Platte fand
das Opfer statt, an der – häufig mit einem
weißen Tuch
gedeckten – Kommunionbank das Mahl. 1974 wurde die
Altarplatte
aus Travertin noch einmal verkleinert.
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Als
1985/86 die Kirche einer grundlegenden Restauration unterzogen werden
musste, entschied man sich dafür, das sehr uneinheitliche
Ensemble
von Altar, Taufstein, Ambo und Tabernakel zum großen Teil zu
ersetzen und eine Neugestaltung aus einem Guss anzustreben. Lediglich
der Taufstein blieb in der Kirche erhalten.
Der neue Altar ist aus der Werkstatt von Egino Weinert aus
Köln.
Ein aus Bronze gegossener Sockel mit 12 Darstellungen aus der
Evangeliums-Heilsgeschichte (unter anderem Christi Geburt, Berufung des
Zachäus, reicher Fischfang) hat eine massive eichene
Tischplatte.
4. Der TaufbrunnenDer Taufstein aus Travertin sollte erhalten werden: er ist
eine
Stiftung aus der Familie des Baumeisters Strupp, der die Kirche hier in
der Diaspora gebaut hat. Die Kuppel über dem Taufbecken war
aus
Messing mit einer kleinen Weltkugel aus Mosaiksteinchen als Griff, sie
störte allerdings das Bemühen um eine Harmonisierung
des
sakralen Mobiliars. Ein Malermeister aus der Gemeinde gestaltete das
Messing dann farblich wie Bronze. Außerdem bekam die Kuppel
statt
der Weltkugel als Krönung einen „Christus in der
Kelter“, die symbolhafte Darstellung, dass Jesus durch sein
Tun
einen Überfluss der Gnaden bewirkt.
5. Die WeihwasserbeckenMit dem Weihwasser aus den Weihwasserbecken an den Kirchtüren, auch Arbeiten von Egino Weinert, bekreuzigen sich traditionell die Gläubigen. Das ist kein Reinigungsvorgang, um etwa vor dem Betreten des Gotteshauses Schuld abzuwaschen (Numeri 19), sondern eineErinnerung an unsere Taufe.
Etwa
sechs Jahrzehnte war der Tabernakel in die Stirnwand des Chorraumes
unter dem großen Kreuz eingelassen. Im Zuge der
Liturgiereform
wurde er Mitte der sechziger Jahre an der linken Stirnseite beim
Offenbarungsfenster über einem kleinen Seitenaltar in die Wand
eingelassen. Bei der Neugestaltung der Kirche 1985/86 sollte der
Tabernakel, der Ort der ständigen Gegenwart
Gottes unter den Menschen, mehr und attraktiver ins Blickfeld der
Gemeinde gestellt werden. Deshalb wurde von Egino Weinert eine
Tabernakelstele gekauft, die auf den Wandflächen des
eigentlichen
Tabernakels vier Emaillebilder trägt, die unterschiedliche
Aspekte
des Christusgeheimnisses darstellen (Verkündigung, Abendmahl,
Jesus lehrt die Kinder, Anbetung der Könige). Die Stele selbst
hat
einige bildliche Darstellungen
aus der Heilsgeschichte sowie eine Reihe von Feldern, die ornamental
geschmückt sind.
hat einen würdevollen Platz
im Gemeindehaus gefunden
und ist mit ihrem griechischen
Text PHOS (Licht, Jo 8,12)
und ZOÄ (Leben, Jo 14,6),
Symbol für den, der dort
aufbewahrt wurde.
Das Ewige Licht, auch von Egino Weinert gestaltet, soll jedem
Kirchenbesucher signalisieren, dass im Tabernakel, dem Zelt des Herrn,
der Leib des Herrn in gewandeltem Brot tatsächlich
gegenwärtig ist. 362 Tage im Jahr brennt dieses Licht, nur
nicht
in der Zeit von Gründonnerstag bis zur Osternacht.
Anfangs war das Ewige Licht in der obersten Stube der Tabernakelstele
platziert. Da die Ornamente dieser Stube aber das Licht weitgehend
verdeckten, wurde eine neue Ewig-Licht-Ampel erworben.
Üblicherweise
bezeichnen wir das Lesepult als Ambo. Eigentlich meint dieses Wort
nicht das Lesepult selbst, sondern einen bewusst
erhöhten Ort, von dem aus die Wortverkündigung
geschehen soll. (ANABAINEIN = griechisch hinaufsteigen.)
Vom Ambo aus werden durch Lektoren, Diakone und Priester die biblischen
Lesungen, unter ihnen besonders das Evangelium, verkündet,
ebenso der Antwortpsalm, der Hallelujavers, und die Fürbitten.
Auch die Predigt kann vom Ambo aus gehalten werden.
Die Verwendung eines gesonderten, feierlichen Ortes für die
Lesung aus der Heiligen Schrift soll die besondere Bedeutung des Wortes
Gottes für die Gemeinde unterstreichen.
Genau
wie bei den anderen liturgischen Möbeln haben wir auch
für den Ambo die Bilder ausgesucht. An der Frontseite zur
Gemeinde hin sind es zwei: Das obere zeigt die Bergpredigt, die
zentrale Stelle in der Wortverkündigung Jesu. Sie gibt viele
Hinweise, wie Menschen, die sich wirklich auf Gott hin ausrichten,
miteinander und mit Gott leben können.
Das zweite Bild in Kniehöhe zeigt die Situation am See
Genesareth nach der Auferstehung. Die Jünger sind entmutigt in
ihren Alltag zurückgekehrt. Als sie sich nach dem Fischfang
dem Seeufer wieder nähern, entdecken sie Jesus, der dort auf
einem Kohlenfeuer Fisch und Brot für sie zubereitet hat. Diese
Bibelstelle legt uns das Zeugnis von der Auferstehung und das von
Christus selbst bereitete Mahl ans Herz.
9. Das KreuzDas Kreuz mit lebensgroßem Korpus, das an
der
Rückwand der Apsis hängt, wurde 1957 zusammen mit
dem damals neu gestalteten Hochaltar angeschafft.
Der Osnabrücker Künstler
Georg Hörnschemeyer hat es angefertigt. Bei der umfassenden
Renovierung 1986 wurde es etwas tiefer gehängt, der untere
Balken wurde etwas gekürzt.
10. Der Osterleuchter
Der Osterleuchter wurde erst einige Jahre nach der Kirchenrenovierung
von 1986 angeschafft. Bis dahin wurde noch der alte Leuchter aus
Schmiedeeisen und Messing verwendet. 1990 stiftete Pfarrer von Geisau
diesen Leuchter von Egino Weinert. Er trägt auf drei Seiten je
ein Emaillebild; die Kanten, die die drei Seiten des Ständers
bilden, haben außen elf perlenförmige Verdickungen.
Der Künstler hat keine Erklärung dafür
mitgegeben; so sind wir frei, selbst darüber nachzudenken.
Sind es vielleicht deshalb elf, weil einer der Zwölf nicht
mehr Zeuge der Auferstehung war?
11. Die Marienverehrung
Hinten rechts in der Kirche ist der Ort der Marienverehrung. Die Kopie
einer russischen Ikone (in der das Jesuskind einen Pantoffel verliert)
ist seit vielen Jahren der Ort, an dem viele zur Mutter des Herrn
beten. Einer Überlegung, im Zuge der Umgestaltung 1986 auch
eine neue Mariendarstellung von Egino Weinert in die Kirche zu holen,
haben die Marienbeterinnen der Gemeinde Widerstand geleistet. Sie
wollten „ihre“ Maria behalten.
12. Die Heiligenfiguren
1959 wurden die Holzfiguren von Maria und Josef, 1962 die Statue des
heiligen Antonius angeschafft. Sie stammen ebenfalls vom
Osnabrücker Künstler Georg Hörnschemeyer.
Der Kreuzweg beschreibt in vierzehn Stationen die Leidensgeschichte
Jesu Christi am Karfreitag. Die einzelnen Stationen sind teilweise in
den Berichten der Evangelien dokumentiert – etwa Simon aus
Cyrene (Mt 27,32) –, teils gehen sie auf eine
sehr lange Tradition der frühen Kirche zurück (etwa
Veronika und das Schweißtuch). Auch der Kreuzweg wurde von
Georg Hörnschemeyer geschnitzt.

1954 konnte die jetzige Orgel angeschafft werden. Ursprünglich
1914 für die Albrecht-Thaer-Schule in Hamburg von der Firma
Rother gebaut, wurde sie – gründlich
überholt – von der Lübecker Orgelfirma
Kemper für 3600 DM erworben.
15. Die Kerzenleuchter
Vier große Kerzenleuchter hat die Kirche. Es sind recht
einfache Bronzeleuchter. Im Knauf in der Mitte waren
ursprünglich Bergkristalle eingesetzt, die schon nach kurzer
Zeit Opfer eines Diebstahls geworden sind.
Am schwierigsten gestaltete sich 1986 die Suche nach neuen Leuchten.
Man wollte weder
Leuchtstoffröhren noch Milchglasleuchten. In mehreren
Exkursionen wurden viele Kirchen in Hamburg und Schleswig-Holstein
besucht. Nirgends fand sich eine überzeugende Lösung,
die einerseits dem 20. Jahrhundert Rechnung trug, sich andererseits
auch mit dem neugotischen Baustil vertrug. Kataloge mit Wandleuchten
und Kronleuchtern für Säle, Hallen und Kirchen hatten
wenig Überzeugendes, und wenn doch, dann viel zu Teures
anzubieten.
Schließlich ging der Architekt des Umbaus, Paul
Döpkens, mit den Stichworten
„Wandleuchten“ und
„Kronleuchter“, „schlicht“ und
„Metall“ zu seinem Bruder, einem Schlossermeister,
und brachte danach zu einer Baubesprechung ein Modell mit und die
Frage, ob das wohl in etwa das sei, was man wolle. Alle waren von der
Form begeistert, es gab aber die kleine Einschränkung:
„Das sieht ja nicht wie Bronze aus und passt dann nicht so
gut zu den anderen neuen Sachen.“ Dem half unser Malermeister
Reiffer ab mit der Zusage: „Das bekomme ich wohl hin, dass es
wie Bronze aussieht.“
Das Ergebnis war, dass St. Michael ganz
individuelle Wand- und Kronleuchter hat, die
„unsere“ Leuchter waren und sind. Wenige Jahre
danach renovierten die Eutiner Katholiken ihre Kirche, ebenfalls ein
neugotischer Bau, und fuhren durch Schleswig-Holstein auf der Suche
nach Leuchten, die ihnen zusagten. In Pinneberg wurden sie
fündig. Auf die Bitte nach Name und Anschrift der
Herstellerfirma wurden sie mit Ersatzteilen, die noch in Pinneberg
vorrätig waren, und einer Bauskizze nach Eutin zurück
entlassen. Seither hängen in der Eutiner Marienkirche fast die
gleichen Leuchten.
Die seitlichen Fenster der Kirche haben die aus der Gotik bekannte
schlanke Form. Drei der vier Fensterensembles zeigen abstrakte Muster.
Sie sind nach Entwürfen des Künstlers Frans
Griesenbrock aus Vaals in den Niederlanden, von dem auch Kunstwerke in
Pellworm und Bordesholm zu sehen sind, 1965 anlässlich des
silbernen Priesterjubiläums von Pfarrer Köhne
hergestellt worden. Das dreiteilige Ensemble vorne links greift in
seinem mittleren Teil Motive aus der Geheimen Offenbarung des Johannes
auf: das gekrönte Lamm, das Buch mit den sieben Siegeln (Offb.
5,1ff). Über dem Orgelboden hat der Künstler ein
Fenster mit dem Namenspatron der Kirche gestaltet: der Erzengel Michael
besiegt den als Drachen symbolisierten Satan.
Der Chorraum erhält aus zwei Seitenfenstern Licht, von denen
aber nur das rechte zum ursprünglichen Bestand
gehört. In den sechziger Jahren wurde über der
Sakristeitür ein Gegenstück in die Wand eingesetzt,
das zunächst auch Tageslicht in die Kirche ließ, da
das Dach der Sakristei früher einen Abschnitt mit Glasziegeln
hatte. Als es später ganzflächig mit Tonziegeln
gedeckt wurde, baute man als Lichtquelle Leuchtstoffröhren
ein.
18. Die Apostelkreuze
An den Seitenwänden der Kirche finden wir über den
Wandleuchten zwölf Kreuze. Sie erinnern an die zwölf
Apostel, denen der Herr die Verbreitung seiner Botschaft auftrug. So
dokumentiert unsere Kirche, dass alle Gemeinden und jedes Gotteshaus
sich auf das Wirken und das Zeugnis der Aposteln
gründen.
19. Die Sedilien
Neben der umlaufenden Sitzbank haben wir im Altarraum noch vier Hocker,
„Sedilien“ heißen sie im Kirchenlatein.
Sie sind die Sitzgelegenheiten für Priester, Diakon,
Kommunionhelfer und Ministranten. Unsere Hocker sind auch aus der
Werkstatt von Egino Weinert und haben in den Reliefs Szenen aus dem
Ersten Bund Gottes mit den Menschen, dem Alten Testament, zum
Gegenstand.
Die große Kirchentür ist außen mit Kupfer
beschlagen. Sie zeigt auf der rechten Hälfte die Auferstehung
des Herrn, auf der linken Hälfte den Durchzug der Israeliten
durch das Rote Meer. Die Motive des Tores stammen von Frans
Griesenbrock, der auch die Fenster entworfen hat. Im Tympanon
über den Türflügeln sind in der Bildsprache
des Mittelalters in einem Mosaik vom gleichen Künstler die
Evangelisten dargestellt, in zwei Wandmosaiken neben den
Türflügeln die Gottesmutter Maria und Jesus Christus.
Text: Helmuth Behrens. Fotos: Helmuth Behrens, Günter Herberholz, Elmar Stolper, Zvonko Vukovic.
Zuletzt geändert am 05.02.2008